Fairer Kaffee – hält er, was er verspricht?
Mit durchschnittlich drei Tassen Kaffee täglich und einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich 8,3 Kilo liegt Österreich weltweit im absoluten Spitzenfeld. Aber stimmt es, dass davon aktuell nur 5 Prozent aus fairer Produktion stammen?
Ja. Der Anteil des zertifizierten Kaffees der Gütesiegel FAIRTRADE, UTZ und Rainforest Alliance liegt in Österreich bei lediglich fünf Prozent. Diese Siegel versprechen ein besseres Leben für Kaffeebauern, denn diese erhalten zumeist weniger als 1 Euro für ein halbes Kilo gewaschene Kaffeebohnen, das im Schnitt in Österreich 7 Euro kostet.
Doch wie glaubwürdig sind die Gütesiegel FAIRTRADE, UTZ und Rainforest Alliance? Eine Untersuchung der AK OÖ auf Basis von 190 Kriterien zeigt, dass die Ansprüche der drei Siegel hinsichtlich Sozial- und Umweltstandards ähnlich hoch sind, FAIRTRADE aber bei den Sozialstandards leicht vorne liegt. In jedem Fall sind aber alle drei Gütesiegel sehr glaubwürdig. Dass die FAIRTRADE Zertifizierung tatsächlich auch positive Wirkungen für die Lebensbedingungen der Kaffeebauern und die Umwelt hat, zeigten die von der AK analysierten unabhängigen Wirkungsstudien.
Da aber die Nachfrage nach fairem Kaffee immer noch sehr gering ist, werden weltweit zwar bereits 20 Prozent der globalen Kaffeeproduktion nach den strengen Sozial- und Umweltkriterien von FAIRTRADE, UTZ oder Rainforest Alliance erzeugt. Jedoch können lediglich 6,7 Prozent tatsächlich auch als zertifizierter Kaffee verkauft werden.
Das Angebot an nachhaltigem Kaffee in Form von Kapseln, ganze oder gemahlene Bohnen sowie Pads ist in österreichischen Supermärkten jedenfalls vielfältig. Möchten Sie wissen, ob der Supermarkt in Ihrer Nähe nachhaltigen Kaffee führt?
Die Antwort sowie weitere Informationen finden Sie hier: www.ooe.konsumentenschutz.at
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