Crowdfunding, -investing oder –spending
Auf der Suche nach einer Veranlagung bin ich auf Crowdfunding gestoßen. Auf den ersten Blick scheint es sich um eine ertragreiche Geldanlage zu handeln. Die angeführte Laufzeit würde für mich passen. Wie ist das zu bewerten? Gibt es da etwas besonderes zu beachten?
Wenn sich eine große Gruppe von Personen zusammenfindet und ein bestimmtes Projekt (Firmengründung, Kapitalaufstockung, …) finanziert, so spricht man auch von Crowdfunding, -investing, -lending bzw. von Schwarmfinanzierung. Also eine (große) Gruppe finanziert gemeinsam ein Projekt.
Wird Geld gesammelt und dafür keine geldwerte Gegenleistung sondern eine Gegenleistung in Form von einem kleinen Geschenk oder einem kleinen Dankeschön angeboten, so spricht man von Crowdspending. Bei der Gegenleistung kann es sich zum Beispiel um ein Exemplar des zu produzierenden Produktes, bei Filmproduktionen um eine Karte für die Filmvorführung und/oder um die Namensnennung auf einer Spendenliste handeln.
Wird eine Gegenleistung angeboten, so spricht man von Crowdlending oder Crowdinvesting. Beim Crowdlending wird vertraglich vereinbart, dass der geliehene (investierte) Geldbetrag mit Zinsen zurückbezahlt wird. Das Risiko besteht darin, dass das Unternehmen nicht die notwendigen Erträge erwirtschaftet oder sogar so verlustreich arbeitet, dass eine Rückzahlung verspätet oder gar nicht erfolgt.
Beim Crowdinvesting wird ein Eigentumsrecht an dem Unternehmen erworben und damit ein Anspruch auf einen Anteil am Ertrag und gegebenenfalls an der Wertsteigerung. Auch hier ist zu beachten, dass das Ergebnis nicht positiv sein muss und dass das Risiko eines Totalverlustes des investierten Kapitals besteht.
Achtung: Auch wenn die unterschiedlichen Portale die zu finanzierenden Projekte prüfen, so besteht keine Garantie, dass das Unternehmen erfolgreich sein wird!
Weitere Informationen finden Sie unter www.ooe.konsumentenschutz.at.
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