Faire Jeans
Immer wieder hört man, wie katastrophal die Öko- und Sozialbilanz einer konventionellen Jeans ist. Aber hat auch die Produktion meiner Jeans 11.000 Liter Wasser für Baumwollanbau und Färbung benötigt?
Die Antwort ist hier sehr klar: Ja! Weltweit gehen jährlich 2 Mrd. Paar Jeans über die Ladentheken. Nur etwa ein Prozent davon ist umwelt- und sozialverträglich produziert. Die gute Nachricht: In der Jeansindustrie entstehen zusehends innovative Alternativen zur konventionellen Produktion. Dabei kommen Laser statt Chlorbleiche und umweltfreundliche Verfahren statt giftiger Chemie zum Einsatz. Statt moderner Sklaverei gelten faire Arbeitsbedingungen. Auch auf die für Arbeiter tödliche Sandstrahlentechnik wird verzichtet.
Aber welche nachhaltigen Jeansmarken kann ich im österreichischen Handel kaufen? Insgesamt sind hierzulande bereits 15 Marken erhältlich, die angeben, ihre gesamte Produktion auf Nachhaltigkeit ausgerichtet zu haben. Der Konsumentenschutz der AK OÖ testete nun, wie fair und ökologisch diese wirklich sind. Das Ergebnis: Zwei Drittel davon erhielten auch seitens der AK die Schulnoten „sehr gut“ oder „gut“ für die sozialen und ökologischen Aspekte ihrer Produktion. Details dazu finden Sie im AK-Fair Jeans Guide.
Worauf solle ich beim nachhaltigen Jeanskauf achten?
· Dunkelblaue, unbehandelte Jeans sind ökologisch nachhaltiger!
· Achten Sie auf die empfehlenswerten Gütesiegel „GOTS“ und „FAIRTRADE Certified Cotton“ und die Mitgliedschaft in der Sozialstandard-Initiative „Fair Wear Foundation“
· Wirklich nachhaltiger Konsum ist weniger Konsum! Deshalb besser auf Qualität und Langlebigkeit setzen.
· Do it yourself! Kleidung besser reparieren, statt sie wegzuwerfen. So genannte „Repair-Cafés“ oder auch zahlreiche YouTube-Videos geben wertvolle Tipps dazu, wie man Reißverschlüsse repariert oder Knöpfe wieder annäht.
Weitere Informationen und den AK-Fair Jeans Guide finden Sie unter www.ooe.konsumentenschutz.at
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