Aber wie lange kann man die bunten Eier essen und was sollte man beim Einkaufen und Färben beachten?
Nicht nur zu Ostern sollten Verbraucher ausschließlich Eier von glücklichen Hühnern - also Bioeier oder zumindest Eier aus Freilandhaltung - essen!
Zwar ist es seit 2012 in der EU verboten, Legehennen in zu engen Käfigen zu halten, doch nach wie vor gibt es in einigen EU-Mitgliedsstaaten immer noch Legebatterien. Daher sollte man beim Einkaufen genau hinschauen. Bei rohen Eiern lassen sich
Haltungsart und Herkunft am Stempelaufdruck ablesen.
Die erste Ziffer steht für die Haltungsform:
0 = Bio, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung
Dann folgt die Länderkennzeichnung:
AT = Österreich, DE = Deutschland, NE = Niederlande usw.
Danach folgt schließlich die Kennung des Herstellerbetriebs.
Für unverpackte, gekochte und gefärbte Eier gibt es überhaupt keine Kennzeichnungspflicht. Daher sollte man vom Kauf loser Eier Abstand halten. Verpackte Ware muss hingegen folgende Angaben enthalten: Name und Anschrift des Verpackungsbetriebes oder des Händlers, Stückzahl, Mindesthaltbarkeitsdatum und Art der Legehennenhaltung. Darüber hinaus muss an der Verpackung auch der Farbstoff, mit dem die Eier gefärbt wurden, angeführt sein. Diese Kennzeichnung erfolgt mit dem Buchstaben E und der Farbstoffnummer.
Bei Ostereierfarben scheiden sich die Geister – manche wollen sie knallbunt, manche möglichst natürlich. Doch viele im Handel erhältliche Eierfärbemittel enthalten sogenannte Azofarbstoffe, die im Verdacht stehen bei Kindern Hyperaktivität und Allergien auszulösen. Eine Alternative ist das Färben mit pflanzlichen Lebensmitteln, beispielsweise mit Zwiebelschalen, Spinat Rotkraut, Kurkuma-Pulver oder Roten Rüben.
Auch stellt sich immer wieder die Frage wie lang denn gefärbte Eier eigentlich haltbar sind. Wer im Supermarkt gefärbte
Eier kauft, kann durch das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung sehen, wie lange das Ei haltbar ist. Da industriell gefärbte Eier meist mit einer Lackschicht überzogen sind, kann man sie gekühlt bis zu fünf Wochen lagern. Bei selbst gefärbten Eiern ist die Haltbarkeit aufgrund der fehlenden Lackschicht nicht ganz so lang. Aber auch diese Eier kann man bis zu vier Wochen im Kühlschrank aufbewahren bzw. kann man sie selber zum Beispiel mit einer Speckschwarte einreiben um so das Eindringen von Keimen zu vermeiden.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.ooe.konsumentenschutz.at.