Wie Kinder trauern als Thema beim Hospiztag im Ennstal
WEYER. Die in der Beratung und Begleitung Trauernder erfahrene Referentin Elke Kohl aus St. Pölten erläuterte, wie Kinder in unterschiedlichen Altersstufen ein Verständnis vom Tot-Sein aufbauen.
Am Beispiel eines Kaleidoskops machte Kohl deutlich, welche Facetten die Trauer haben kann und wie daher Kinder in ihrer Trauer nach einem Verlust unterstützt werden können. Mit der Wahrheit in kindgerechter Sprache, mit Stabilität im Alltag, mit Methoden zum Gefühlsausdruck und mit einer sensiblen Einbindung in die Verabschiedung. Hilfreich sind besonders Rituale, die die Verbundenheit ausdrücken. Mit eindrücklichen Beispielen aus ihrer reichen Erfahrung gestaltete Kohl ihren Vortrag lebendig und lebensnah.
Eingerahmt wurde der anregende Inhalt durch das liebevoll gestaltete Ambiente des Egerer Schlosses und durch musikalische Beiträge eines dafür gebildeten kleinen Chors aus Mitgliedern des Hospizvereins. Festlich bewirtet konnten die Besucher den Abend gemeinsam ausklingen lassen.
Am folgenden Tag waren Mitarbeiterinnen aus den Kindergärten und Schulen des Gebietes des Hospizvereins (Gaflenz, Großraming, Kleinreifling und Weyer) zu einem ganztägigen Workshop mit der Referentin Elke Kohl gemeinsam mit den Hospizbegleitern eingeladen. Hier konnten viele Fragen und Unsicherheiten im Umgang mit Tod und Trauer bei Kindern und Jugendlichen geklärt werden und ein Repertoire an Methoden ausprobiert werden, wie betroffene kleine Menschen begleitet und gestärkt werden können.
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