Sichern Sie Ihre Daten: Die Bedeutung regelmäßiger Backups im Kampf gegen Cyberangriffe
Daten sind das Lebenselixier eines jeden Unternehmens oder einer jeden Person. Sie enthalten wichtige Informationen, die für die Entscheidungsfindung, die Aufzeichnung und die Kommunikation von entscheidender Bedeutung sind. Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Cyberangriffe ist die Datensicherung zu einem entscheidenden Aspekt der Datenverwaltung geworden. Umso wichtiger ist es, erste Schritte zur Verbesserung der eigenen Datensicherung zu gehen. Wir geben Tipps, wie Sie am einfachsten Ihre Daten sichern und sich damit vor Datenverlust schützen.
Die Bedeutung der Datensicherung
Unter Datensicherung versteht man die Erstellung einer Kopie von Daten für den Fall, dass die Originaldaten verloren gehen, beschädigt oder zerstört werden. Datenverluste können aus verschiedenen Gründen auftreten, z. B. durch menschliches Versagen, Systemausfälle, Naturkatastrophen oder Cyberangriffe. Der Verlust von Daten kann sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen verheerende Folgen haben. Für Unternehmen kann er zu Umsatzeinbußen, Rufschädigung und rechtlichen Konsequenzen führen. Für Privatpersonen kann es zum Verlust von persönlichen Fotos, Videos und anderen wichtigen Dateien führen.
Die Sicherung der eigenen Daten stellt sicher, dass immer eine Kopie der Daten vorhanden ist, falls die Originaldaten verloren gehen oder beschädigt werden. Sie bietet ein Sicherheitsnetz gegen Datenverlust und trägt dazu bei, die Auswirkungen einer Datenpanne oder eines Cyberangriffs zu minimieren. Die regelmäßige Datensicherung ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Datenverwaltungsstrategie.
Schutz vor Ransomware durch Datensicherung
Ransomware ist eine Art von Malware, die die Daten des Opfers verschlüsselt und eine Lösegeldzahlung im Austausch für den Entschlüsselungsschlüssel verlangt. Ransomware-Angriffe sind in den letzten Jahren immer häufiger geworden und können verheerende Folgen für Unternehmen und Privatpersonen haben. Neben der Verschlüsselung der Daten werden zunehmend auch gestohlene Daten von Unternehmen und Privathaushalten im Darknet verkauft.
Eine der besten Möglichkeiten, sich vor Ransomware-Angriffen zu schützen, besteht darin, regelmäßig Backups von Daten zu erstellen. Wenn die Daten des Opfers gesichert sind, kann es sie aus dem Backup wiederherstellen, anstatt das Lösegeld zu zahlen. Regelmäßige Backups stellen sicher, dass immer eine aktuelle und saubere Kopie der Daten vorhanden ist, mit der das System in den Zustand vor dem Angriff zurückversetzt werden kann.
Allerdings muss der Backup-Datenspeicher vor einer Verschlüsselung geschützt werden. Anbieter von Cloud-Datensicherungen ermöglichen hier beispielsweise ein so genanntes Drive Lock. Das bedeutet, dass ein Sicherungsstand im Nachhinein nicht mehr verändert werden kann. Wenn lokal auf einer Externen Festplatte gesichert wird, darf diese nicht zum Zeitpunkt einer möglichen Ransomware-Verschlüsselung am PC angesteckt sein.
Die 3-2-1-Strategie für die Datensicherung
Die 3-2-1-Strategie ist ein weithin akzeptiertes Konzept für die Datensicherung. Dabei werden drei Kopien der Daten erstellt, die an zwei verschiedenen Orten aufbewahrt werden, und eine Kopie wird an einem anderen Ort aufbewahrt. Die 3-2-1-Strategie stellt sicher, dass immer eine Kopie der Daten zur Verfügung steht, selbst wenn ein Standort gefährdet ist.
Bei der ersten Kopie der Daten sollte es sich um die Originaldaten handeln, die auf dem Primärgerät gespeichert sind. Die zweite Kopie sollte auf einem anderen Gerät gespeichert werden, z. B. auf einer externen Festplatte oder einem Cloud-Speicherdienst. Die dritte Kopie sollte extern gespeichert werden, z. B. in einem sicheren Datenzentrum oder auf einem Backup-Server an einem anderen geografischen Standort.
NAS (Network Attched Storage) für die Datensicherung - Vorteile und Einrichtung
Ein Heimserver-NAS (Network Attached Storage) ist eine kostengünstige Möglichkeit, eine Datensicherungslösung für persönliche Daten oder die Daten in kleinen Unternehmen einzurichten. Ein NAS ist ein spezielles Gerät, das an ein Netzwerk angeschlossen wird und zum Speichern und Freigeben von Dateien verwendet werden kann.Einer der Vorteile eines solchen Netzwerkspeichers besteht darin, dass er einen zentralen Speicherort für die Daten bietet. Der NAS kann so konfiguriert werden, dass er automatisch Daten von mehreren Geräten, wie Laptops, Smartphones und Tablets, sichert. Auf das NAS kann auch aus der Ferne zugegriffen werden, was eine einfache Dateifreigabe und Zusammenarbeit ermöglicht.Die Einrichtung eines NAS zur Datensicherung ist relativ einfach. Auf dem Markt sind viele vorgefertigte NAS-Geräte erhältlich, die sich leicht konfigurieren lassen. Alternativ kann ein NAS zum Selbstbau mit einem Raspberry Pi oder einem anderen Einplatinencomputer erstellt werden.Wichtig: Es sollte auch hier die 3-2-1 Regel befolgt werden. Das NAS darf also nur einer der Speicherorte sein, so dass bei einem Totalausfall nicht alle Datensicherungen verloren sind.
Sichern von Smartphone-Daten - warum und wie?
Smartphones sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken und enthalten eine große Menge an persönlichen Daten. Der Verlust der Daten auf einem Smartphone kann verheerend sein, da sie persönliche Fotos, Kontakte, Nachrichten und andere wichtige Dateien enthalten können.
Die Sicherung von Smartphone-Daten ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Daten nicht verloren gehen, falls das Telefon verloren geht, gestohlen oder beschädigt wird. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Smartphone-Daten zu sichern, darunter Cloud-Backup-Dienste, lokale Backups und die Synchronisierung mit einem Computer.
Bei Cloud-Backup-Diensten wie Google Drive, iCloud und OneDrive werden die Smartphone-Daten automatisch in der Cloud gesichert. Bei der lokalen Sicherung wird das Smartphone an einen Computer angeschlossen und die Daten werden mit Software wie iTunes oder Samsung Smart Switch gesichert. Bei der Synchronisierung mit einem Computer werden die Daten über ein USB-Kabel auf einen Computer übertragen.
IT-Notfallplan - wie Sie sich auf einen unerwarteten Datenverlust vorbereiten
Ein IT-Notfallplan ist eine Reihe von Verfahren, die beschreiben, wie ein Unternehmen auf unerwartete Ereignisse wie Datenverlust, Systemausfall oder Cyberangriffe reagieren wird. Ein IT-Notfallplan ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Organisation im Falle einer IT-Katastrophe weiterarbeiten kann.
Der IT-Notfallplan sollte Verfahren für die Datensicherung, Datenwiederherstellung, Systemwiederherstellung und Kommunikation enthalten. Der Plan sollte auch die Rollen und Zuständigkeiten von Schlüsselpersonen wie IT-Mitarbeitern, dem Management und externen Anbietern festlegen.
Bedeutung einer regelmäßigen Überprüfung der Datensicherung
Bei der regelmäßigen Überprüfung von Sicherungskopien wird kontrolliert, ob die Sicherungsdaten korrekt sind und im Falle eines Datenverlusts wiederhergestellt werden können. Eine regelmäßige Überprüfung der Sicherungskopie ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Sicherungsdaten nicht beschädigt oder unvollständig sind.
Die regelmäßige Überprüfung von Sicherungskopien kann manuell erfolgen, indem man die Sicherungsdaten überprüft und den Wiederherstellungsprozess testet. Alternativ können automatisierte Tools zur Überprüfung von Sicherungskopien eingesetzt werden, um die Sicherungsdaten zu prüfen und das IT-Personal zu alarmieren, wenn Probleme entdeckt werden.
Datenwiederherstellung im Falle von defekten Speichermedien
Der Teufel steckt im Detail. Trotz der besten Datensicherung kommt es immer wieder zu ungünstigen Verkettungen von Umständen. So kann beispielsweise das Medium mit der Datensicherung durch einen Sturz kaputt gehen. Die Daten sind dann erst einmal verloren.
Aber selbst für diesen Notfall gibt es die Möglichkeit der Datenwiederherstellung. Unter der Datenwiederherstellung (auch Datenrettung) versteht man den Prozess der Rekonstruktion von Daten von einem beschädigten oder fehlerhaften Speichergerät wie einer Festplatte. Die Datenwiederherstellung kann ein komplexer Prozess sein, der spezielle Ausrüstung und Fachwissen erfordert.
Bei einem Datenverlust auf einer Festplatte muss zunächst die Verwendung der Festplatte sofort eingestellt werden, um weitere Schäden zu vermeiden. Der nächste Schritt besteht darin, sich an einen Datenwiederherstellungsspezialisten zu wenden, der den Schaden beurteilen und die beste Vorgehensweise festlegen kann.
Überprüfung der Netzwerksicherheit durch Pentests
Die häufigsten Schwachstellen in der Informationstechnik sind menschliche Fehler. Deshalb sind regelmäßige Schulungen und so genannte Awareness-Trainings im Zuge der Digitalisierung wichtig, um eine flächendeckende Resilienz für Cyberangriffe zu erreichen.
Aber neben der Fortbildung der Anwender müssen auch die IT-Systeme regelmäßig auf ihre Schwachstellen überprüft werden.Beim Pentesting (Penetrationstest) wird ein Netzwerk oder System auf Schwachstellen getestet. Pentesting ist ein wesentlicher Bestandteil der Netzwerksicherheit und hilft, potenzielle Sicherheitsrisiken zu erkennen.
Beim Pentesting (Penetrationstest) wird ein Cyberangriff simuliert, um Schwachstellen im System zu ermitteln. Der Pentester – auch ethical Hacker genannt - versucht, die Schwachstellen auszunutzen und sich unbefugten Zugang zum System zu verschaffen. Die Ergebnisse des Penetrationstests werden verwendet, um die Sicherheit des Systems zu verbessern und zukünftige Cyberangriffe zu verhindern.
Über diesen Weg kann beispielsweise auch herausgefunden werden, ob Fremde Zugriff auf die internen Daten und die Datensicherung erlangen können.
nächste Schritte für die Umsetzung der Datensicherung
Um eine umfassende Datensicherung von der Theorie in die Praxis umzusetzen, sollten Privathaushalte und Unternehmen zunächst geeignete Backup-Lösungen auswählen, wie beispielsweise NAS-Server und externe Festplatten, die auf die individuellen Anforderungen zugeschnitten sind.
Im nächsten Schritt sollten sie die 3-2-1-Regel anwenden, indem sie drei Kopien ihrer Daten erstellen, zwei davon auf unterschiedlichen Speichermedien und eine Kopie an einem externen Ort. Dies kann durch den Einsatz von NAS-Servern und externen Festplatten erreicht werden.
Es ist wichtig, eine regelmäßige Datensicherungsroutine einzurichten, um sicherzustellen, dass die Daten kontinuierlich aktualisiert und geschützt werden. Hierbei sollte auch die Datensicherung von Smartphones in der Cloud berücksichtigt werden, um den Schutz mobiler Daten zu gewährleisten.
Unternehmen sei geraten einen IT-Notfallplan erstellen, der im Falle eines Datenverlusts oder Systemausfalls schnell und effizient umgesetzt werden kann. Dieser Plan sollte klare Verantwortlichkeiten und Abläufe im Falle eines Notfalls festlegen, um eine schnelle Wiederherstellung der Daten und eine reibungslose Fortführung des Betriebs zu ermöglichen. Es gibt auch IT-Unternehmen, die diese Arbeit übernehmen und ein komplettes Konzept zur Datensicherung inkl. Notfallplan erstellen.
Indem diese Schritte befolgt werden, können Privathaushalte und kleine Unternehmen sicherstellen, dass ihre Datensicherung sowohl umfassend als auch effektiv ist.
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