Die letzten Jahre haben die finanziellen Realitäten vieler Menschen verändert. Besonders in Krisenjahren überlegen sich die sicherheitsliebenden Deutschen deshalb, wie sie ihre Vermögenswerte absichern können. Das Geld am Sparkonto wird aufgrund der großen Divergenz zwischen sinkenden Zinsen und steigender Inflation immer weniger wert, gleichzeitig steigen die Preise des alltäglichen Lebens enorm. Alternative Anlageoptionen sind deshalb heute wichtiger denn je geworden. Ein großes Interesse gilt dem Goldhandel, denn das Edelmetall wird immer noch als krisenfest angesehen.
Weltweite Nachfrage nach Gold verändert sich
Wirft man einen Blick auf die internationalen Zahlen, so hat sich die Nachfrage nach Gold in den letzten Jahren verändert. 2020 fiel der Bedarf in einigen Sektoren ab: So verbrauchte die Schmuckbranche 1,324 Tonnen an Gold, im Vorjahr waren es noch 2,123 Tonnen. Der öffentliche Sektor fiel 2020 von 605 Tonnen auf 255 ab. Das Interesse der Anleger stieg jedoch. Wurden 2019 rund 1,275 Tonnen als Investment gekauft, stieg die Menge 2020 auf 1,769 Tonnen an. 2021 konnte dieser Trend nicht weitergeführt werden, nur 1,007 Tonnen wurden von Anlegern gekauft. Das liegt allerdings nicht daran, dass der Goldhandel seine Popularität verloren hat – ganz im Gegenteil! Das moderne Gold Trading beschränkt sich nicht mehr auf den An- und Verkauf des Edelmetalls, sondern stellt viele verschiedene Investitionsmöglichkeiten bereit. So können Anleger z. B. dank CFDs auf den Goldkurs spekulieren und damit nun auch kurzfristiges Daytrading betreiben. Gleichzeitig bieten Gold-Aktien die Möglichkeit, in Goldminengesellschaften zu investieren und regelmäßige Dividenden zu erhalten. Auch börsengehandelte Fonds für Gold (ETFs) erfreuen sich großer Beliebtheit unter Anlegern.
Ist Gold immer noch krisensicher?
Das wertvolle Edelmetall galt lang als extrem wertstabil und wird deshalb von vielen bis heute als letzter „Notgroschen“ aufbewahrt. Goldmünzen wie Philharmoniker sind ein beliebtes Geschenk unter den Deutschen, in der Hoffnung, dass sich der Wert des Goldes über die Jahre vermehrt. In Zeiten der hohen Inflation investieren mehr Menschen in das Edelmetall, mit der zunehmenden Nachfrage steigt auch der Wert. Da es sich dabei um einen natürlichen Rohstoff handelt, sind die weltweiten Vorkommen von Gold begrenzt. Die einfach abzubauenden Goldreserven sind mittlerweile erschöpft, weshalb Bergarbeiter heute tiefer in die Minen vordringen müssen. Das steigende Risiko sowie die teureren Produktionskosten können den Preis weiter steigern. Gleichzeitig verändert sich das Kaufverhalten der deutschen Investoren durch die Krisenjahre, was stärkere Kursschwankungen zur Folge hat. Gold kann dadurch seinem Ruf als krisensicherer Rohstoff nicht immer gerecht werden.
Wie investiert man am besten in Gold?
Wer heute in den Goldhandel einsteigen möchte, sollte Alternativen zum klassischen Goldkauf in Betracht ziehen. CFDs sind eine beliebte Option für Daytrader, da mit ihnen sowohl bei fallenden als auch bei steigenden Kursen ein Profit gemacht werden kann. Dabei werden Differenzkontrakte auf den Kurs abgeschlossen, ohne den Basiswert zu kaufen. Stimmt die Vorhersage des Traders, kann damit direkt ein Gewinn erzielt werden. Möchten Anleger langfristig investieren, so sind Gold-Aktien und -EFTs die richtige Wahl. Mit ihnen vermeiden Investoren hohe Transaktions- und Lagerkosten von Goldbarren und -münzen, trotzdem kann eine dauerhafte Wertsteigerung erzielt werden. ETFs bilden den Goldwert ab, wodurch sich der Kurs des Edelmetalls auch im Marktpreis der Fonds widerspiegelt. So bieten börsennotierte Fonds die ideale Alternative zum Goldkauf. Das Gold Trading findet online mithilfe von virtuellen Brokern wie XTB statt, wodurch Anleger ihre Investments selbstständig verwalten können.
Gold genießt unter Anlegern einen guten Ruf, hat jedoch nicht mehr die Stabilität, die ihm oftmals zugesprochen wird. Trotzdem ist der Goldhandel unter Deutschen weiterhin sehr beliebt, allerdings werden alternative Trading-Optionen wie CFDs, ETFs und Gold-Aktien herangezogen.
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